1. Der Höhlenmensch ist nach wie vor in unserem Gehirn abgebildet!

Wichtige Ableitungen vom Höhlenmensch-Leben
  • Im Gegensatz zu den Tieren hat sich das menschliche Gehirn konstant weiterentwickelt.
    Doch die Zellen des Organismus haben sich bis Heute nicht verändert! --> Das innere Mileau hat die gleichen Bedürfnisse wie eh und je, während sich das äußere Mileau den neuen Aufgaben angepasst hat.
    Das Bedeutende am Gehirn ist, dass nichts von dem Alten rausgeschmissen wird und verschwindet, obwohl ständig Neues hinzukommt.
    Alle uralten Teile und Funktionen sind demnach zusammen mit den neuen Teilen und Funktionen im Gehirn vorhanden.
  • Man könnte also sagen:
    Das Gehirn ist ein altes Bauwerk, in dem neue Räume und Ecken im Laufe von Millionen Jahren dazukommen, ohne dass alte Räume oder Anbauten renoviert oder abgerissen wurden.
    Folge: Im Gehirn befindet sich Altes und Neues nebeneinander.
    Deshalb benehmen wir uns mitunter "tierisch", uralte Instinkte dringen durch.
    Das LIMBISCHE GEHIRN liegt zwischen Hirnstamm und Großhirn, sorgt sozusagen als Vermittler dafür, dass das "alte System" und das "neue System" miteinander kommunizieren können.
    Um beiden unterschiedlichen "Betriebssystemen" gerecht zu werden, gelten auch heute noch die ähnlichen Voraussetzungen wie beim Höhlenmenschen, um beim Lernen, Speichern und Abrufen von neuen Informationen Erfolg zu haben:
     Zur Aufnahme und Speicherung von neuem Wissen brauchen wir
  • das Ver-Bildern mit Kreativität und allen Sinnen
  • das Ver-Orten (geistige Ablageeinheiten schaffen mit klarer Reihenfolge)
  • das Ver-Knüpfen des Vor-Wissens mit dem neuen Wissen
  • die Bewegung beim Einbauen des Wissens-Zuwachses
  • und das Erzeugen von persönlichen Gefühlen (Sinn erkennen) und damit "verinnerlichen"

 

2. Die beiden unterschiedlichen Bereiche (Hemisphären) im Großhirn

 

Im jüngsten Teil des Gehirns, dem Großhirn (auch Hirnrinde oder Neocortex genannt) bildeten sich zwei Hälften aus, die teilweise gegensätzliche Schwerpunkte anbieten:

Je besser der "Professor" (das typische Schuldenken) mit der "Künstlerin zusammenarbeitet und sich die beiden gegenseitig ergänzen, desto erfolgreicher das Lernen, Behalten und Abrufen.
Leider nimmt im bisherigen deutschen Bildungssystem die linke Hälfte den größten Raum ein, die rechte Hälfte wurde bisher oft sträflich vernachlässigt.