Interessante Evolutionsgeschichte
  • Wir begreifen das Gehirn als Einheit. In Wirklichkeit besteht es aber aus mehreren miteinander verbundenen Teilen, die aus den Zeiten der Evolutionsgeschichte stammen.
    Dr. Paul MacLean nennt es "Das dreieinige Gehirn".

  •  Wie überall im Leben baut das Nachfolgende auf dem Vorhergehenden auf.
    Wichtige Erkenntnis: Für unser Denken und Lernen bedeutet das:
    Erst wenn das älteste Gehirnteil, "DER HIRNSTAMM", befriedigt ist, können die jüngeren Teile aktiv werden.
    Kurz: Erst wenn das innere Mileau (sprich Körperorgane) befriedigt ist, erst dann ist Zeit für"höhere" Interessen. Oder: Das physische untere System kann die höheren geistigen Funktionen überlagern!!!

    Das heißt: Sind wir hungrig, durstig oder übermüdet, können wir unsere kreativen Möglichkeiten nicht ausschöpfen.
  • Der zweitälteste Gehirnteil ist das "LIMBISCHE SYSTEM", das Kontrollsystem für GEFÜHLE und SEXUELLE REAKTIONEN.
    Lernen und Informationsaufnahme fallen uns wesentlich leichter, je stärker diese Aktivitäten mit GEFÜHLEN verbunden sind.
    Angenehme Empfindungen, Erfolgserlebnisse, Freude über eigene Einfälle und Erfolge, Humor und persönliche Geschichten spielen deshalb für die Konzentration und Motivation eine entscheidende Rolle!
    Also: Ohne Gefühle sind Denken und Informationsaufnahme kaum möglich. Bilder und Aussagen, die positive oder negative Gefühle in uns geweckt haben, bestimmen die Qualität der Informationsaufnahme. Nicht Vernunft allein macht den Menschen aus, sondern Herz, Hand und Gefühle bestimmen uns beim Lernen, Speichern und Abrufen.
    Unter Bedrohung (Prüfung, Stress, Angst, usw.) schalten wir auf das Stammhirn zurück!
    Also stimmt, was Prof. Gerald Hüther behauptet: "Begeisterung, positive Gefühle sind der Dünger für das Gehirn!"